Förderverein

Plan MSA ist ein Projekt des Fördervereins Kinder- und Jugendprojekte Kreuzberg e.V.. Der Förderverein wurde 1997 gegründet, um Projekte und Initiativen der Kinder- und  Jugendarbeit in Kreuzberg bei ihrer Arbeit zu unterstützen. Er hilft Kinder-, Jugendgruppen und Initiativen im Antragswesen und fungiert als Träger. Der Verein  fördert und koordiniert ehrenamtliches Engagement und akquiriert Gelder zur finanziellen Unterstützung der Kinder- und Jugendarbeit in Berlin-Kreuzberg.

Ziele und Grundsätze des Fördervereins

Zentrales Ziel des Fördervereins ist die Unterstützung von sozioökonomisch benachteiligten Kindern und Jugendlichen in Berlin-Kreuzberg. Er wendet sich gegen jegliche Form rassistischer, sexistischer und sozialer Diskriminierung und arbeitet mit dem Anspruch, bestehende Ungleichheitsverhältnisse zu verändern. Dem Verein möchte Kindern und Jugendlichen Zukunftsperspektiven und Möglichkeiten zur Gestaltung ihres eigenen Lebensumfeldes aufzeigen – sie sollen zu sozialem und politischem Engagement im eigenen und im Interesse anderer angeregt werden und ein Gefühl für ihre gesellschaftliche Mitverantwortung entwickeln.
Gegenseitige Achtung, Wertschätzung und Respekt gegenüber kultureller und sozialer Vielfalt sind Grundsätze unserer Arbeit. Wir suchen den Dialog mit Kindern und Jugendlichen über eine Auseinandersetzung mit für sie im Alltag relevanten Themen und Problemstellungen und möchten ihnen eine konstruktive Auseinandersetzung mit Konflikten im alltäglichen Miteinander ermöglichen. In der Zusammenarbeit sollen Vorurteile und Ängste abgebaut und Begegnungen stattfinden, in denen ein friedliches und hierarchiefreies Miteinander erlebt wird. Ziel ist dabei, dem Bedürfnis junger Menschen nach Zuwendung und Aufmerksamkeit nachzukommen und sie gleichzeitig zu befähigen, sich konstruktiv mit der eigenen Rolle auseinanderzusetzen und eigene Verhaltensweisen kritisch zu hinterfragen. Eine Kultur des gegenseitigen Zuhörens und Respekts sowie Teamfähigkeit sollen auf diesem Weg gefördert werden.

Methodische Grundsätze

Alle Projekte des Vereins werden in Kleingruppenarbeit realisiert. Dabei verfolgen wir einen prozessorientierten Ansatz (learning by doing), der aber auch das Erarbeiten von konkreten Resultaten beinhaltet. Gerade vor dem Hintergrund der schwierigen sozioökonomischen Lage der von uns betreuten Kindern und Jugendlichen ist es uns ein besonderes Anliegen, sie nicht als hilfsbedürftige Opfer zu adressieren, sondern als handlungsfähige Akteure in ihrer eigenen Lebensumwelt zu stärken um somit die Sprachlosigkeit und die Entmündigung zu überwinden, die viele Kinder und Jugendliche aus sozioökonomisch benachteiligten Familien erleben.
Die einzelnen vom Förderverein unterstützten Projekte und Initiativen sollen als Rahmen dienen, in dem Kinder und Jugendliche miteinander in Austausch treten, eigene Positionen und Perspektiven entwickeln können und befähigt werden, diese auch auszudrücken. Sie sollen selbst für ihre Belange aktiv werden – egal, ob es sich dabei um die Klärung rechtlicher Fragen oder die Suche nach politischen Handlungsfeldern und beruflichen Perspektiven handelt. Die Kinder und Jugendlichen sollen befähigt werden, Antworten auf ihre eigenen Fragen zu suchen und sich neue Perspektiven anzueignen. Dabei sollen sie lernen, ihre Zielsetzungen in den jeweiligen Projekten selbst zu formulieren. Der Verein unterstützt diesen Entwicklungsprozess durch seine Bildungs- und Informationsangebote, fördert das intellektuelle Potential sowie die Fähigkeit zur selbstbestimmten Lebensführung der beteiligten Jugendlichen. Der Verein möchte die Kinder und Jugendlichen bei der Lösung ihrer Probleme unterstützen, aber keinesfalls bevormunden. Er steht als niedrigschwellige Anlaufstelle allen Interessierten offen.

Finanzierung und Auszeichnungen

Für seine Arbeit hat der Verein bisher Fördermittel der Berliner Sparkasse, der Organisation respectABel, dem Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg, der Aktion Mensch, dem Quartiersmanagement Wassertorplatz, dem Quartiersmanagements Zentrum Kreuzberg sowie der studentischen Intiative der Begabtenförderungswerke Stipendien-Spenden.de erhalten.  Außerdem wurde die Arbeit des Vereins unterstützt durch die Kreuzberger Kinderstiftung und das gemeinnützige Projekt Quartiermeister. Auch Mittel aus dem Lokalen Aktionsplan Friedrichshain-Kreuzberg und dem Programm Civitas sowie Einnahmen aus privaten Spenden standen dem Verein zur Verfügung.
Darüber hinaus wurde die Arbeit des Vereins im Jahre 2004 durch die Verleihung des 2. Platzes des Deutschen Menschenrechtsfilmpreises, sowie den Hans-Götzelmann Anerkennungspreis für Streitkultur vom Institut für Friedenspädagogik Tübingen e.V ausgezeichnet. Im Jahre 2006 verlieh die Beauftragte für Integration und Migration des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg der Klasse 8/2 der Eberhard-Klein-Oberschule den 2. Preis des Wettbewerbs „Ausländer Raus… nach Deutschland – Deutschland das bin auch ich?!?“ für das Ergebnis der Schulprojektwoche „Meine Wahrheit – Deine Wahrheit“, die unter Federführung des Fördervereins durchgeführt worden war. Im Jahr 2011 gewann das Projekt Plan MSA im Wettbewerb ‚Ideen-Initiative-Zukunft‘ Gelder für die Vereinsarbeit.